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Palmen sind überall, aber jeder Strand hat ein eigenes Arrangement zu bieten
Toau hat uns verzaubert. Mit allen Sinnen haben wir dieses Atoll genossen. Zurückgelassen haben wir nur unsere Spuren im
Sand, die einzigen Spuren auf Toau. Die Überfahrt ist lang, aus Zeitmangel lassen wir mehrere Atolle aus und segeln
direkt nach Rangiroa. Diese Insel ist die erste, die sich dem Tourismus geöffnet hat, nicht so wie Bora Bora aber es
gibt immerhin schon zwei richtige Hotels und mehrere Boutiquen. Das Atoll ist sehr groß, die Lagune hat eine Ausdehnung
von 80 Kilometern. Außerhalb des Hauptortes ist auf den vielen Motus rund um die Lagune doch wieder eine
Bevölkerungsdichte wie in der Taiga.
Ein Drift-Dive durch den Pass mit einem Dutzend Haie in unmittelbarer Nähe, schwimmen als Mittelpunkt
eines Schwarms. Von unzähligen kleinen Fischen so dicht umgeben, dass man von außen unsichtbar ist. Schildkröten, die
uns einfach ignorieren. Rochen schweben so majestätisch über uns, das ist nicht nur geräuschlos, das sieht sogar
geräuschlos aus. Was für ein Unterschied zu den Kreaturen, die im Seewasseraquarium auf Bora Bora für die Besucher aus
dem Wasser gehoben werden um von amerikanischen Touristinnen abgeküsst zu werden. Wenn wir nicht mit Haien tauchen,
treffen wir manchmal auf Delfine, die haben aber scheinbar mehr Spaß an uns, wenn wir segeln und sie am Bug unserer
Jacht all die Kunststücke vollführen, von denen die Delfintrainer im Zoo nur träumen können.
"Ich kenne alle guten Tauchreviere der Welt", sagt der Belgier, der neben mir steht und auch sein Tauchjacket auswäscht.
"Aber dies hier toppt sie alle." Mein Tauchbuddy vor mir nickt gelassen, er hört das nicht zum ersten Mal aber
Superlative überlässt man auf den Tuamotus den Gästen, nicht den Werbeprospekten.
Heute trennt die Crew sich auf. Die Wege sind zu weit, um sie innerhalb der Lagune per Jacht zurück zu legen. Auf den
weißen Karten sind nur wenige Routen vermessen und betonnt, der Rest ist Augapfelnavigation und das geht nun mal nur bei
hoch stehender Sonne und klarem Himmel. Während Gerd zu seinem achten Tauchgang aufbricht und die anderen mit dem
Ausflugsboot in die Blue Lagoon wollen, eine winzige Lagune innerhalb der Lagune, die sich auszeichnet durch eine
unglaubliche Wasserfarbe, wie man sie eigentlich nur mit der Trickkiste von Photoshop herstellen kann, beschließen
Elke und ich, zu Fuß zum Ende des Motus zu laufen.
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